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Das kooperative Lärmmanagement auf Schießplätzen im Lichte der TA-Lärm

Ein Blick in moderne Lehrbücher der Akustik lässt einen Vertreter der obersten Landesbehörde langsam erbleichen. Weder findet er ein Kapitel über Farbakustik noch Verwaltungsakustik. Irritiert vergewissert er sich, dass der akustische Immis­sionsschutz weiter auf seinen drei Standbeinen ruht, nämlich der Verwaltungs-, Farb- und Messakustik, wenn auch letzteres deutlich verkürzt ist, da es auf wohltätige Zuwendungen, meist Eingaben, Klagen oder schlichtweg den medienpolitischen Druck von Bürgerinitiativen angewiesen ist. Während die Farbakustik von der Nährlösung des § 47a BImSchG zehren konnte und nunmehr ihren Paten auf europäischer Ebene in der Umgebungslärmrichtlinie sieht, ist die Verwaltungsakustik die eigentliche, aber von der Wissenschaft verkannte Königsdisziplin. Das BImSchG kann als Vater des akustischen Immissionsschutzes auf eine zahl­reiche Kinderschar von Regelungen schauen, wie die RLS90, SCHALL03, AZB oder TA-Lärm und neuerdings VBUS, VBUF, VBUI etc., die ihren physikalischen Migrationshintergrund nicht leugnen können.