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Durchführung des Schießbetriebs

Erst nach der Durchführung eines Schießtages steht die tatsächliche Nutzung fest. Aus verschiedenen Gründen kann es zu Änderungen im Schießbetrieb kommen. Diese Änderungen müssen mit der Schießsicherheit und dem Lärmkontingent vereinbar sein.

Nach Durchführung des Schießens wird der tatsächliche Ablauf dokumentiert und mit WinLarm erfasst. Eine konkrete Lärmberechnung (Realrechnung) ersetzt die Berechnung der Lärmprognose (Planrechnung). Das ist beim Lärmmanagement nach LMR von besonderer Bedeutung. Die LMR erlaubt je Immissionsort 18 Überschreitungstage in einem Zeitraum von einem Jahr vor dem Schießtag. Der Schießtag kann deshalb von einem Überschreitungstag zu einem normalen Schießtag werden. Aus einem als normaler Schießtag geplanten Tag kann aber auch bei ungünstigen Windlagen in einigen Immissionsorten ein Überschreitungstag werden. Mit diesem gleitenden Kriterium der bereits erreichten Anzahl der Überschreitungstage (als verständliches und vermittelbares Maß für die Lärmbelastung) wird der Schießbetrieb letztlich so gesteuert, dass der Lärm im Mittel zu keiner erheblichen Belästigung führt (Schutz vor erheblicher Belästigung – BImSchG [2]). Das Ergebnis der täglichen Realrechnung geht deshalb sofort in die Planung ein. Der Betreiber gewinnt Spielraum, wenn der Schießbetrieb ‚leise‘ war, er verliert ihn, wenn der Betrieb ‚laut‘ war.