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Die Besonderheiten des Schießlärms

Schießlärm unterscheidet sich in vielen Aspekten von anderen Lärmarten.

  1. Seine Schallquellen sind Explosionen (Mündungsknalle, Sprengungen) oder die mit Überschall fliegenden Geschosse.
  2. Die Quellen erzeugen hochenergetische, breitbandige Knalle, die sie häufig stark gerichtet abstrahlen.
  3. Wegen der hohen Energie und wegen ihrer Auffälligkeit sind in der Regel auch in größeren Abständen hörbar und führen zu einem im Vergleich zu anderen Lärmarten stark erweiterten Einwirkungsbereich.

Deshalb müssen die Schallausbreitungsmodelle für Schießlärm Abstände zwischen Quelle und Einwirkungsort beschreiben können, die erheblich über den Gültigkeitsbereich von Schallausbreitungsmodellen für andere Lärmarten (z. B. DIN ISO 9613-2) hinausgehen. Die Knalle sind keine rauschartigen Schalle. Deshalb muss bei der Beschreibung von Phänomenen der Schallausbreitung (z. B. Bodenreflexion) und bei der Interpretation gemessener Empfangssignale die Kohärenz entscheidend stärker in die Modelle einfließen. Knalle sind Einzelereignisse und naturgemäß impulshaltig. Deshalb ist auch ihre Störwirkung eine andere als die von rauschartigen Schallen. Dies führt bei der Beurteilung von Schießlärm zu Impulszuschlägen und gegebenenfalls zu einer komplexen Berücksichtigung der Aktivitäten auf einer Schießanlage.